Die Wassersuche

wird beim Bayerischen Roten Kreuz nicht zum Retten von Menschen in Gewässern eingesetzt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Menschen zum Zeitpunkt des Eintreffens der Rettungshunde nicht mehr am Leben sind. Wir wollen mit den Wassersuchhunden den Angehörigen Gewissheit über den Verbleib der vermissten Personen geben und die Planung der Einsatzkräfte ressourcenoptimal durchführen.

Zur Wassersuche werden zuverlässig arbeitende Flächensuchhunde weitergebildet, als Trümmerhund scheidet der Wassersuchhund wegen der Leichenanzeige aus. (Bei der Trümmersuche werden ausschließlich lebende Menschen angezeigt). Bei der Verschütteten- oder Vermisstensuche kann der Hund sich selbständig auf den Vermissten zu bewegen. Bei der Ertrunkenensuche ist dies nicht möglich. Der Hund muß im fahrenden Boot bleiben und warten, bis er Witterung bekommt. Sehr viele äußere Faktoren sind zu berücksichtigen: Wind- und Strömungsverhältnisse, Witterung, Außen- und Wassertemperatur, Tiefe des Gewässers und vor allem die psychische Belastbarkeit des Hundeführers. Taucher müssen einen Ertrunkenen auf Grund der Dunkelheit im Gewässer oftmals ertasten. Zudem ist die Ermittlung der Stelle, an der der Vermisste zuletzt gesehen wurde, oft sehr schwierig, da sich die Zeugenaussagen als recht diffus erweisen. Sonar und Kamera sind ein sehr gutes Hilfsmittel, aber oft auf Grund der örtlichen Gegebenheiten nicht einsetzbar. Der Wassersuchhund dient somit auch der Unterstützung der Taucher.